15 Jahre ebay: Der Marktführer taumelt

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Auktionen erfreuen sich seit dem Start von ebay im Jahre 1995 in den USA (ab 1999 in Deutschland) immer größerer Beliebtheit. Doch mit immer neuen Restriktionen hat sich der Marktführer über die Jahre einige Kunden vergrault. Immer höhere Gebühren, Bevorzugung gewerblicher Verkäufer und mangelhafter Kundenservice ließen ebay in der Beliebtheit abrutschen.

Sauer stieß auch vielen auf, dass man als Verkäufer keine negativen Wertungen mehr an Käufer vergeben konnte. Die Idee hinter dieser Umstellung lautete seitens ebay, dass Verkäufer, die schlechte Ware auslieferten, keine Rachebewertungen mehr abgeben konnten. In der Realität musste man nun als Verkäufer fast beten, dass der Käufer ein netter Mensch ist, der das erworbene Produkt zu schätzen weiß.

Oftmals sah es aber in der Realität so aus, dass Käufer nun nachträglich versuchten Geld zurückzubekommen. Oder im Kontextmenü der Auktionen auf Artikel bezahlt gingen, aber nie überwiesen. Somit konnte der Verkäufer keine Zahlungserinnerungen mehr schicken und der Käufer saß auf seiner Ware und bekam gegebenenfalls noch von ebay die Aufforderung endlich den bezahlten Artikel zu versenden.

Und während private Verkäufer überlegten, ob es sich jetzt überhaupt noch lohnt alte Filme, Konsolenzubehör etc. noch zu ein bisschen Geld zu machen, kam der nächste Clou des in Luxemburg ansässigen Onlineauktionshauses: Kostenfreier Versand.

In immer mehr Kategorien führte ebay diese Regelung ein und besonders groß wurde der Aufschrei der User, als diese Regelungen im Multimediabereich ankamen. Die Verkäufer wussten sich aber zu helfen und boten nur Abholung an und verschickten nur auf Wunsch und gegen Gebühr. Ebay gestand sich seinen Fehler an und führte die viel sinnvollere Regelung ein, die Versandobergrenzen vorsieht, damit Verkäufer nicht über die Versandkosten Gewinn machen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Bild: Thorben Wengert/pixelio.de