Wer sich an einem Samstag in die Innenstädte oder Einkaufszentren wagt, der wird nicht glauben, dass die meisten Läden den Großteil ihres Umsatzes nun online machen. So voll sind die Geschäfte, bei weitläufigen Innenstädten ist bei schönem Wetter meist kein Stück des Bodenbelags mehr zu sehen. Doch bevor Sie befürchten, dass die großen Ketten demnächst ihre Pforten schließen, seien Sie beruhigt, soweit ist es noch nicht gekommen. Sie werden also auch weiterhin samstags keinen Fuß vor den anderen setzen können, wenn Sie sich zu einem Schaufensterbummel entscheiden.
Es geht vielmehr um kleine Einzelhändler, die sowohl ein Ladengeschäft betreiben, als auch online ihre Waren anbieten, sei es per eigenem Onlineshop oder über ebay, Hitmeister, Amazon Marketplace u. ä. Plattformen. Bei einer Umfrage der Auktionsplattform ebay gaben viele Händler an, dass Sie über 55% ihres Umsatzes online machen. Viele Händler gestehen sogar ein, dass Sie ohne die Online-Verkäufe ihr Geschäft schließen müssten.
Dabei stehen Online-Verkäufe und Ladengeschäft aber nicht in Konkurrenz, sondern ergänzen sich, um beides lebensfähig zu halten. Und erfolgreich sind die Händler mit ihren Online-Verkäufen allemal, mehr als 55% der Befragten gab an, dass ihre Umsatzziele weit übertroffen wurden, z. T. um das Dreifache. Davon ausgehend wollen viele der Händler noch weiter expandieren bzw. rechnen mit weiterhin höheren Gewinnen trotz Wirtschaftskrise.
Denn kaufen tun die Konsumenten anscheinend immer noch und warum sollten die Online-Händler sich dann selber Sparmaßnahmen aufzwingen, wo der Handel im Netz doch so schöne Blüten trägt.
Bild: TomAlt | CC-BY-SA 2.0
RSS Feed
Tags: